Schönecken und Wetteldorf im Zeitspiegel

Die Wappen der Herren von Schönecken

Wappen der Gemeinde

Teil 1
400 v.Chr. - 1200
Teil 2
1201 - 1400
Teil 3
1401 - 1600
Teil 4
1601 - 1800
Teil 5
1801- Gegenwart
1402 Cunos Nachfolger, Erzbischof Werner, verpfändete Schönecken an die Grafen von Virneburg.
1402 Walpurgistag (1. Mai) verkauften Dietrich, Herr zu Daun und Bruch, und Lucie, seine Ehefrau, die Güter zu Müden und Kern, die inzwischen an sie zurückgefallen waren, für 200 schwere Mainzer Gulden an die Eheleute Richard Hurt von Schönecken und ihre Erben Henco und Contgin von Brandscheid.sl Dietrichs Sohn, Dietrich IV.
1404 Vertrag zwischen dem Herzog von Orleans und dem Erzbischof von Trier: Schönecken kann für 16000 Gulden eingelöst werden, die Hälfte von Malberg und der Herzog bewahrt die andere Hälfte als trierisches Lehen.
1404 Dasselbe genauer, mit dem Zusatz, dass der Erzbischof Schönecken dem Robert von Virneburg verpfändet.
1412 Der Herzog von Luxemburg hat Ruprecht von Virneburg 7000 franz. Kronen angewiesen.
1414 Der Erzbischof von Trier verspricht dem Ruprecht von Virneburg Schönecken, welches dieser ihm für 40 Gulden verpfändet hat, auch für 40 Gulden lösen zu können.
1415 Der Erzbischof von Trier erlaubt den Schöneckern während der Kriegszeit in der neuen Kapelle den Gottesdienst zu halten, außer an hohen Festtagen.
1415 Das Weistum von 1415 nennt gegenwärtig die Schönecker Burgleute:
Richard Hurth, Contgen von Brandscheid, Clais von Nattenheim, Clais seinen Sohn, Gerhard von Hersdorf, Walraf seinen Sohn, Lempgen von Gundersdorf, Dame (Damian) seinen Sohn, Johann von Enschringen, Johann seinen Sohn, Walraff von Rommersheim, Poiswein von Godenroit, Johann München, Clarmot Conten und Georg von Waffer (Wawern), Bernhard von Steyn, Heinrich von Schweich, Jacob von Brandscheid, Hügel und Poiswein von Schöneck, und Heinz von Meuße.
1416 Der Erzbischof verbietet dem Ruprecht mehr als 500 Gulden zu verbauen.
1418 Erzbischof Kunos Nachfolger, Werner von Falkenstein (1388-1415), verpfändete die Herrschaft Schönecken an die Reichgrafen von Virneburg.
1419 Erzbischof Otto verpfändet Schönecken dem Grafen von Virneburg für 15025 Gulden.
1421 Johann Hurt von Schönecken und Entgin von Brandscheid heiraten.
1431 Schönecken wird Ruprecht übergeben.
1434 Abt Johann belehnt Ruprecht von Virneburg mit der Herrschaft Schönecken.
1435 verpfändete Speyerer Bischof Rhaban Burgen und feste Plätze, u. a. das Amt Hillesheim an Richard Hurth von Schönecken, der sich in Hillesheim huldigen ließ.
1437 "Inmitten der Kapellen (jetzt die alte St.-Leodegar Kirche), neist vor dem koir" stand seit 1437 ein Michelaltar. "Die Herrren von Heisterscheid bei Heisdorf stiften jährlich zweieinhalb Malter gutes Korn, Prümer Maß, für eine Mittwochsmesse am Michaelsaltar."
1438 bestand in Wetteldorf schon eine Sakramentsbruderschaft; um diese Zeit war Herr Peter Kirchherr.
1439 Ritter Jobell von Bansberg stiftete 1439 eine Freitagsmesse, und der Glöckner mußte Freitags "lude, dem sterffen Christi leiffe".
1439 Beginn der Fehde zwischen Hurt von Schönecken und Kurfürst Jakob, der dem Schönecker trotz dessen Verschreibungen Amt und Pfand auf Schloß und Stadt Kyllburg abgenommen hatte.
1440 Johann Hurt von Schönecken bekommt für 2.200 Gulden Pfandsumme die Kasselburg aus der Hand des Trierer Erzbischofs.
1442 König Friedrich überlässt Schloss und Herrschaft Schönecken dem Erzbischof von Trier.
1442 König Friedrich erlaubt Philipp von Sierk, Schönecken einzulösen.
1442 Die Vasallen der Herrschaft Schönecken sollen dem Erzbischof Gehorsam schwören.
1443 Wilhelm von Sachsen und Anna von Oesterreich verzichten auf das Recht der Einlösung.
1445 Arnold von Bassenheim erhält verschiedene Güter als Burglehen von Schönecken.
1447 die älteste Glocke in Wetteldorf war die 1447 gegossene "Sankt Johannesglock", sie trug die Inschrift "O Rex Gloria, veni cum pace, lux vera" d.h. "O König der Herrlichkeit, komm mit dem Frieden, wahres Licht". Pastor Johannes von Prume war urkundlich der zweite Seelsorger der Schönecker Kapelle, unter ihm wurde vermutlich die alte St.-Leodegar-Pfarrkirche erbaut bzw. erweitert. Pastor Mineur (1716-1762 in Wetteldorf) sagte, die St.-Leodegar sei 1448 erbaut worden.
1449 Johann Hurth von Schönecken hat einen Einfall ins Luxemburgische vor.
1449 Heiratsvertrag Cunos von Schönecken.
1450 wurden der Pfarrort Steinborn (Daun-Steinborn) und die Filialen Kirchweiler und Hinterweiler durch Johann von Numagen, der in den Diensten des Johann Hurt von Schönecken stand, gebrandschatzt.
1450 Johann Hurth von Schönecken erhält von Jakob, Markgraf von Zweibrücken verschiedene Lehen.
1450 Der Abt von Prüm bestätigt die Belehnung Ruprechts mit Schloss und Herrschaft Schönecken.
1452 Der aufmüpfige Johann Hurt von Schönecken bringt Erzbischof Jakob l. von Sierck so in Rage, das dieser innerhalb "dreier Tage um den 24. Juni mit einem starken und zahlreichen Heer... die Burgen und Städte Hyldesheym, Kasselburg, Manderscheid und Schönecken" eroberte.
1453 Ladislaus König von Ungarn, Herzog von Luxemburg verzichtet auf den Wiederkauf von Herrschaft und Schloss Schönecken, die für 30000 Gulden von Wenzeslaus an den Erzbischof von Trier verkauft waren.
1455 Der Erzbischof von Trier hat den Grafen Hubert und Wilhelm von Virneburg 14000 rheinische Gulden auf die Herrschaft Schönecken ausgewiesen und erlaubt, dort für 1000 Gulden zu bauen.
1455 Der Erzbischof von Trier hat den Grafen Hubert und Wilhelm von Virneburg Schloss und Herrschaft Schönecken für 14000 Gulden verpfändet.
1455 Anton, Herzog von Lothringen, hat dem Ahnherrn des Grafen Ruprecht von Virneburg, ebenfalls einem Grafen Ruprecht, 7000 französische Gulden auf Schloss und Herrschaft Schönecken geliehen, derart, dass der Wiederkauf von Schloss und Herrschaft, welche dem Erzbischof von Trier für dieselbe Summe verpfändet sind, nicht vor Rückzahlung dieser Summe an den Grafen von Virneburg geschehen dürfe. Das geschah 1411. Ruprecht verzichtet jetzt zu Gunsten des Erzbischofs auf die 7000 Kronen.
1458 Ende der Fehde zwischen Hurt von Schönecken und Kurfürst Jakob wegen Kyllburg, nachdem Erzbischof Johann dem Schönecker für seine Forderung eine Jahresrente von 275 Gulden verschrieb.
1462 Erzbischof Werner verpfändet Schönecken an die Grafen von Virneburg.
1462 Johann Hurth von Schönecken und seine Ehefrau Anna von Brandscheid haben 1462 mit mehreren Gütern auch ihren Anteil des Hofes Wetteldorf, welche zu ihrem Schönecker Burglehen gehörte, der Abtei Prüm auf Wiederkauf verpfändet.
1464 verpfändete Johann Hurth von Schönecken einen Anteil des Hofes Wetteldorf, welcher zu einem Schönecker Burglehen gehörte, dem Diedrich von Virneburg für 200 Gulden.
1466 Johann Hurth von Schönecken verpfändet seinem Schwiegersohne den Zehnten von Weimerskirchen.
1470 Johann, Erzbischof von Trier erwirbt von Cuno, Herr von Schönecken und Ollbrück für 100 Gulden das Oeffnungsrecht und den Aufenthalt auf Schloss Schönecken während seines Lebens.
1470 Bernhard von Schönecken wird auf Bitten seiner Eltern Johann von Schönecken und Elisabeth von Bettendorf, vom Grafen Kuno von Manderscheid und Blankenheim mit verschiedenen Gütern belehnt. Vermutlich war Bernhard der letzte des Geschlechts derer "von Schönecken" und nicht wie bisher angenommen, der bereits 1370 verstorbene "Johann von Schönecken".
1472 Fehde zwischen Hurth von Schönecken und dem Grafen von Manderscheid.
1472 Erzbischof Johann willigt ein, dass Georg, Graf von Virneburg, Herr von Kronenburg die 15000 Gulden Mitgift seiner Frau auf die Schlösser Schönecken oder Schönenburg anweist.
1475 Engelbrecht, Hurth von Schönecken tritt für 100 Gulden mit 10 Mann für ein Jahr in die Dienste des Erzbischofs von Trier.
1475 Erstmals wird Hermann von Hersel wird mit Besitz in Schönecken erwähnt.
1480 endete die Herrschaft derer von Virneburg über Schönecken und ging an das Erzbistum Trier über, ununterbrochen bis zum Jahre 1803.
1480 Erzbischof Johann II. von Trier, wird endgültig Herr von Schönecken.
1484 Weihbischof von Einthofen bekundet, dass er am 27. März die Kapelle zu Schönecken auf dem Berg - im Volksmund die Burgkapelle genannt   - geweiht habe zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria. Diese Kapelle wurde von den Burgmannen und Bürgern erbaut. Die Burgmannen besaßen eine eigene Burgkapelle und einen Schloßkaplan. 
1484 Belehnung des Johann von Hersel mit Schönecken.
1489 Engelbert Hurt von Schönecken, Mitbesitzer der beiden halben Domhöfe zu Eschweiler, wurde von dem Herzog von Jülich mit dem Erbmarschallamte belehnt.
1491 Diedrich von Enschringen und Maria von Hondelingen, Eheleute, tun kund und bekennen, für uns und unsere Erben und Nachkommen eine Kapelle in unserem Haus binnen Schönecken, genannt auf dem Stey, von neueres gebaut worden, darin ein Altar in ihr St.Clais und St.Anna einweihen lassen....Freiherr von Pfortsenheim berichtet in einem Schreiben vom 28.Oktober 1773 an den Oberamtmann und Mannrichter: Von meinen Vorfahren (von Enschringen) die aufs Lehnhaus zum Steyn errichtete Wochenmesse in der Pfarrkirche zu Wetteldorf unter diesem Beding einstweilen gegeben, daß bei Wiederaufbau des Hauses zum Steyn, solche darin wieder rückgefolgt, und bis dahin diese Wochenmesse halber die Pfarrkirche Wetteldorf, jahres aus dem Zehnten zu Reuland, zwei Malter Korn und zwei Malter Hafer empfangen sollte.
1494 Johann von Hersel wird Momper der Kapelle in Schönecken.
1495 Privilegium des Kaisers Maximilian I. für den Kurfürsten Johann von Trier über die Herrschaften Schönecken und Schönberg.
1495 Schönecken bleibt unter Luxemburgischer Oberhoheit obwohl es an Trier verpfändet ist.
1496 Engelbrecht Hurth von Schönecken gibt ein Haus zu Schönecken als Lehen an Johann von Bentzeradt.
1497 Diedrich von Enscheringen wohnt zu Schönecken.
1504-1511 Johann von Hersel, Amtmann zu Schönecken, danach Amtmann zu Zülpich.
1511 Johann von Eltz, Amtmann zu Schönecken.
1518 Egelbert Hurdt von Schönecken verstirbt.
1536 - 1539 Johann von Altdorf, Kellner zu Schönecken.
1537 Junker Johann von Schönberg, Herr zu Hartelstein und Amtmann zu Schönecken, Schönberg und Hillesheim.
1541 Vergleich zwischen Prüm und Trier als Nachfolger der ehemaligen Vogtrechte Schönecken.
1545 Johann von Hersel verstirbt.
1546 Die größte Glocke der St.-Leodegar-Kirche war eine Luziaglocke von 20 Zentnern. Sie trug die Inschrift: "Lucia heishen ich, in Gottes Namen läuten ich, das Donnerwetter vertreiwen ich, peter von Trier goß mich 1546."
1549 wollte Kaiser Karl V. als Herzog von Luxemburg Ansprüche auf Schönecken machen; auf Protest des Trierer Erzbischofs Johann von Isenburg blieb jedoch Schönecken im Besitze des Erzbistums Trier. Schönecken wurde nun Hauptort eines Trierischen Amtes; zum Amte Schönecken gehörten 1777 bereits 36 Ortschaften in 10 Kirchengemeinden.  Schönecken war damals Sitz eines Gerichtes, das aus einem Vogt, einem Gerichtsschreiber und sieben Schöffen bestand.  Der Amtmann von Schönecken war Präses des Gerichtes.
1549 Bei der Erbteilung der drei Brüder von Hersel erhielt Hermann am 1.10.1549 das Haus Schönecken in der Eifel zugesprochen und war damit abgefunden.
1552 Hermann von Hersel, der auch als Amtmann von Kerpen bezeichnet wurde, heiratet Catharina von Daun.
1560 Bestätigen Pastor und Kirchenmomper dem Hermann von Hersel und seiner Hausfrau Catharina von Dhaun, in Platzen seiner Voreltern als waren Erben und Nachfolger derselben solch Jahrgezeit und Erbbegräbnis in der Kirche Wetteldorf, nechstens dem mittleren Kreuzaltar, so sein Großvater und Mutter löblicher Gedächtnis, mit Namen Johannes von Hersel, Amtmann zu Schönecken und Maria von Hersdorf Eheleut, von obgemeldeten Kirchspiel selber erkauft, versichert und zugesagt worden.
1570 in Kyllburg erschien vor dem bischöflichen Visitator 1570 ein Johann Beszlink, Kaplan und Schulmeister zu Wetteldorf.
1576 wird im Schöffenweistum bezeugt, "daß am 24. September auf Befehl des Kurfürsten von Trier, Johann, der Schultheiß des Hofes Wetteldorf, in Schweisthal wohnend, im Beisein des würdigen Herrn Leschen, kurfürstlicher Rentmeister und sein Notar und glaubwürdigen Gezeugen, geschrieben über des Hofes Wetteldorf Gebrauch und Gewohnheit."
1576 wurden durch den Grundherrn von Prüm und den Vogt des Hofes Wetteldorf in Schönecken Gerichtstage abgehalten.
Es haben die von Enschringen von einem Grundherrn etliche Lehngüter im Hofe Wetteldorf nach Ausweisung des Mannbuches zu Mürlenbach und ihrer selbst eigenen Lehnbriefen. Die Weisen oben an der Wetteldorfer Mühle gelegen, auch zum Fronhof gehörten und viele große Gräben darin aufgeworfen waren.
1590 Lag ein Regiment "Schwarzenberg" in der Eifel in Quartier, eine Abteilung davon hat in der Schönecker Gegend kampiert, sich in Pronsfeld Unterkünfte beschafft und die Untertanen bedrückt. Der Hauptmann dieses Regiments war Arnold von Brugh; wenige Jahre später haben hier im Ort die spanischen Truppen gelegen. Es wären noch zu erwähnen die nach 1600 sich häufenden Truppendurchmärsche und Einquartierungen.
1592 Ritter und Burgmann Hermann von Hersel verstirbt am 13. Juli und wird in Sankt Leodegar (Katholische Pfarrkirche) in Wetteldorf beigesetzt.
1594 Johan von Koub Kellner zu Schönecken.
1599 Der Amtmann von Schönecken soll in Bolsdorf die katholische Religion schützen.
Teil 1
400 v.Chr. - 1200
Teil 2
1201 - 1400
Ende Teil 3
1401 - 1600
Teil 4
1601 - 1800
Teil 5
1801- Gegenwart
Quellen:
(Es ist leider nicht möglich alle Quellen anzugeben.)
1) Heimatkalender Landkreis Bitburg-Prüm, verschiedene Jahrgänge.

2) "Führer durch Geschichte und Natur von Schönecken-Wetteldorf", Eifelverein, ca. 1956.
3) Webseiten verschiedener Art, z.B. von Gemeinden und Städten: Kyllburg, Fließem, Aachen, Feuerscheid, Saarland, NRW, Ostbelgien u.v.m.
4) Führer durch das Nimstal und das angrenzende Gebiet, Eifelverein Schönecken-Wetteldorf, ca. 1925, gedruckt von Buchdruckerei G.Kievel-Michels, Speicher.
5) Die Geschichte der Burg Schönecken - spätes 19. Jahrhundert, Druckerei unbekannt.
6) Heimatgeschichte von Hersel - die Ritter von Hersel.